Freiwillige Feuerwehr Wißmannsdorf erhält neues Domizil - Vielfältige Eigenleistungen der Wehrmitglieder gewürdigt

Ehemals reichte es wohl aus, für die Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr einen kleinen Schuppen o.ä. seitens der Gemeinde zur Verfügung zu stellen; fertig war das "Spritzenhaus". Heutzutage, in Zeiten moderner Gerätschaften und Feuerwehrfahrzeuge, vielfältiger Sollvorschriften und der Gewährleistung einer zügigen Einsatzbereitschaft, ist es notwendig, den Feuerwehren eine grundsolides "Zuhause" zu gewähren, welches insbesondere auch den spezifischen Anforderungen des Gesetzgebers gerecht werden muss. So auch in Wißmannsdorf. Aber, "nicht nur die Feuerwehr, sondern die Bürgerinnen und Bürger benötigen ein funktionales Feuerwehrhaus", mit diesem einleitenden Satz unterstrich Rudolf Winter, als Ortsbürgermeister und Wehrführer zweifacher Hausherr der neuen Einrichtung, wie wichtig auch eine funktionale Unterkunft der Feuerwehr für den Schutz der Menschen und ihrer Sachgüter in einer Gemeinde ist. Allerdings musste die Gemeinde Wißmannsdorf jahrelang warten, bis der lange Weg, von den ersten Beanstandungen des Feuerwehrprüfdienstes über die Klärung der Standortfrage und den Erhalt der Zuwendungsbewilligung, endlich in den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses mündete. Letztendlich fiel am 10.08.2013 der Startschuss für den Neubau. "Heute nach knapp 2 jähriger Bauzeit können wir die Einweihung feiern und ich glaube, wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein und danken der Verbandsgemeinde für die Bereitstellung der Geldmittel, ebenso dem Land Rheinland-Pfalz für den zwischenzeitlich genehmigten Zuschuss", so Rudolf Winter in seiner Ansprache zur Einweihung des neuen Gerätehauses, zu der er auch zahlreiche Ehrengäste, darunter auch die beiden Landtagsabgeordneten Nico Steinbach und Michael Billen, zugleich 1. Kreisbeigeordneter, sowie die Führungsriege der Feuerwehr auf VG- und Kreisebene, begrüßen konnte.
Insgesamt hat der Neubau Baukosten von rund 230.000 Euro verursacht, wobei das Land im Rahmen einer Festbetragsbewilligung 66.000 Euro beigesteuert hat. Aber auch die Freiwillige Feuerwehr hat sich mit erheblichen finanziellen Mitteln an der Ausstattung des Hauses beteiligt. Bestuhlung, Küche, Regale, Werkbank, Schlauchwagen und Beamer mit Leinwand wurden aus Mitteln der Kameradschaftskasse finanziert. "Aber vor allem die vielen ehrenamtlichen Stunden der Feuerwehrmitglieder sind hervorzuheben, hierfür gebührt der gesamten Feuerwehr der Dank der Verbandsgemeinde Bitburger Land", so der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Herr Rainer Wirtz, in seiner Ansprache. Unzählige Stunden hatten die Mitglieder der Feuerwehr am und im Haus mitgearbeitet, so wurden der Rohbau und die Außenanlagen komplett in Eigenleistung und auch weitere Gewerke zusammen mit Firmen erstellt. Die vielfältigen Eigenleistungen der Feuerwehr haben der Verbandsgemeinde als Bauherr so eine Ersparnis von rund 40.000 Euro erbracht. Wehrführer Rudolf Winter bedankte sich abschließend in seiner Ansprache bei allen, die in irgendeiner Form am Bau des neuen Domiziles beteiligt waren, so u.a. auch bei Werner und Jens Eppers als Planer und Bauleiter, den bauausführenden Firmen und selbstverständlich bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern. "Liebe Feuerwehrkameraden, ohne euren Einsatz stünden wir heute nicht vor diesem neuen Gerätehaus. Mit eurem Einsatz macht ihr dem Namen Ehrenamt alle Ehre. Danke für euren Einsatz und eure Ausdauer. Gott schütze uns und unser neues Gerätehaus. Möge es uns verlässliche Dienste im Notfall leisten, aber auch Heimstätte des Gemeinwesens werden", so Rudolf Winter abschließend.

Pfarrer Berthold Fochs bei der offiziellen Einsegnung des neuen Gerätehauses (Foto: A. Schmitz)
Pfarrer Berthold Fochs bei der offiziellen Einsegnung des neuen Gerätehauses (Foto: A. Schmitz)
Zahlreiche Gäste begleiten die Zeremonie
Zahlreiche Gäste begleiten die Zeremonie
Das neue Domizil der Feuerwehr in der Ortsmitte
Das neue Domizil der Feuerwehr in der Ortsmitte (Fotos: Alwin Schmitz)